Interview-Reihe: 5 Fragen an Marah Woolf

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Autorin Marah WoolfZwischen Doktorarbeit und Fantasy – Marah Woolf gelingt dieser Genresprung hervorragend. Während sie fleißig über die Rolle der Frau in der arabischen Revolution recherchiert, katapultiert sie ihre Fantasy-Saga (bisher erschienen „MondSilberLicht“ und „MondSilberZauber“) auf die vorderen Ränge der Amazon-Kindle-Charts.

Marah Woolf steht Rede und Antwort:



Wo schreibst du am liebsten?
In meinem Wohnzimmer steht ein riesiger Tisch, der in unserer Familie den Spitznamen „Artus Tafelrunde“ trägt. Von dort aus habe ich einen wunderschönen Blick in den Garten. Da sitze ich dann und schreibe mir die Finger wund. :)

Wie fängst du eine Geschichte an?
In der Regel habe ich schon einige Ideen zu meinen Geschichten, die mich am ehesten beim Autofahren anfliegen. Wenn ich meine Kinder durch die Gegend fahre und Musik höre, springen sie mich an, beißen sich fest und dann muss ich sie ganz schnell zu Papier bringen, da sie die Eigenart haben, ansonsten wieder wegzuflattern. Wenn das passiert, muss ich tagelang mein Gedächtnis danach durchforsten und hoffen, ein Schnipselchen wieder zu finden. Meistens ist die Idee dann nur noch halb so toll. Ich habe mir jetzt fest vorgenommen, mir ein Diktiergerät ins Auto zu legen.

Was machst du gegen Schreibblockaden?
Hatte ich bisher noch nicht. Jedenfalls nicht in dem Ausmaß, dass ich mich ernsthaft mit dem Problem beschäftigen musste. Wenn ich bei einer Szene mal nicht weiterkomme, mache ich für den Tag Schluss und versuche mich später noch mal daran.

Manchmal diskutiere ich die Ideen auch mit meinem Bruder, Schwester oder Tochter und lasse mich inspirieren, verbessern und aufmuntern.

Was liest du gerne?
Im Grunde lese ich alles.

Ich habe, wenn ich mein Leseleben rückblickend betrachte, verschiedene Lesephasen durchlaufen. Es begann mit Märchen, Indianergeschichten, Alles-was-mir-in-die-Hände-fiel, Krimis, Historische Romane und jetzt bin ich wieder bei Märchen gelandet.

Denn im Grunde sind die Geschichten, die ich selbst schreibe, ja nichts anderes als Märchen, in denen viele von uns selbst gern leben würden.

Wenn es bloß diesen verdammten Prinzen gäbe. :)

Was denkst du über eBooks?
Ich will es mal so sagen: Ich glaube nicht, dass Bücherregale vom Aussterben bedroht sind, aber sie kränkeln. Das E-Book wird sich immer stärker durchsetzen.

Ob Selfpublisher weiterhin so stark von der zukünftigen Entwicklung profitieren, glaube ich allerdings nicht. Ganz sicher werden die Verlage sich in Kürze etwas dazu einfallen lassen.

Allerdings entscheidet natürlich der Leser, was er gern liest, und hier sehe ich im E-Book eine, wenn man so will, Demokratisierung des Buchmarktes. Außerdem mag ich, dass man durch die Leseprobe einen viel besseren Eindruck vom Buch bekommt als im Buchladen von einem Papierbuch. Ich lese im Buchladen jedenfalls keine zwanzig-dreißig Seiten.

Trotz allem werde ich mir meine Lieblingsbücher weiterhin als Papierbuch kaufen.


Marah Woolf: „MondSilberLicht“ (Kindle-eBook)

Marah Woolf: MondSilberLicht
„Schon als ich dich das erste Mal sah, hatte ich das Gefühl, dass du gar nicht gut für mich bist.“

Keiner ihrer Albträume hätte Emma auf die drastische Veränderung in ihrem Leben vorbereiten können. Aber nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter ist sie gezwungen, in die verschlafene Hauptstadt der Isle of Skye, nach Portree, zu ihrem Onkel und dessen Familie zu ziehen.

Das Letzte, mit dem sie rechnet ist, dass sie hier ihre große Liebe finden wird. Vom ersten Augenblick an verfällt sie Calums geheimnisvoller Ausstrahlung. Er zieht sie unwiderstehlich in seinen Bann, woran auch sein allzu offensichtliches Desinteresse nur wenig ändert. Sein widersprüchliches Verhalten macht ihn für sie nur interessanter. Aber diese Fassade beginnt zu bröckeln … und irgendwann gibt auch er den Widerstand gegen seine eigenen Gefühle auf.

Als er ihr eines Tages seine wahre Identität verrät, flieht sie vor ihm. Doch es ist zu spät, längst ist sie ihm bedingungslos verfallen …



Weitere Infos zur Autorin findet ihr auf: mondsilberlicht.blog.de


Die Interview-Reihe „5 Fragen an …“ erscheint wöchentlich!

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Interview-Reihe: 5 Fragen an Ursula Wolter

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Autorin Ursula WolterSchriftstellerin oder lieber Ärztin? Warum nicht einfach beides – als Ursula Wolter sich den einen Traum erfüllt hatte, widmete sie sich zielstrebig ihrem zweiten: Die Ärztin veröffentlichte 2005 ihren ersten Jugendroman „Timona“ (Georg Olms Verlag).

Mittlerweile hat sie vier erfolgreiche Bücher auf dem Markt, wovon sich zwei an ein erwachsenes Publikum richten.

Ursula Wolters Antworten:



Wo schreibst du am liebsten?
Ich schreibe am liebsten am Laptop in unserem noch ziemlich frisch renovierten Dachzimmer. Es ist das gemeinsame Arbeitszimmer von meinem Mann und mir. Eigentlich träume ich davon, ein eigenes Zimmer nur für mich zu haben … aber da muss ich wohl warten, bis unsere Tochter aus dem Haus ist.

Wie fängst du eine Geschichte an?
Das ist immer verschieden. Bei meinem ersten Buch („Timona“) habe ich wild drauflos geschrieben, ohne einen Gesamtüberblick zu haben. Das war schlecht. Ich musste später vieles wieder umschreiben.

Bei meinem zweiten Buch („Das abenteuerliche Leben des Drachen Meris“) habe ich mir vorher einen Plan gemacht und stichwortartig notiert, was in der Geschichte passieren sollte. Dann habe ich einfach bei Kapitel eins angefangen und dann in einem durch weiter geschrieben.

Buch Nummer drei („Wohin die Wolken ziehen“) ist aus einer Kurzgeschichte entstanden. Bevor ich mit dem Roman begonnen habe, habe ich mir einen noch genaueren Plan gemacht als bei „Meris“ und z. B. vorher auch Charakterbeschreibungen festgehalten und für mich selbst aufgeschrieben, was ich eigentlich „zwischen den Zeilen“ rüberbringen möchte.

Buch Nummer vier („Der Lauf seines Lebens“) begann mit Recherchen zum Hannover-Marathon und dem Einfangen der Atmosphäre, indem ich beim Start und an verschiedenen Streckenpunkten zugesehen und die Läufer angefeuert habe. Danach wie gehabt: stichwortartig die Rahmenhandlung und Charaktere beschrieben, dann „richtig“ losgelegt.

Buch Nummer fünf (noch nicht erschienen) war eine Auftragsarbeit. Da habe ich eine gut ausformulierte grobe Inhaltsangabe geschrieben (ohne im Detail zu wissen, worum es gehen sollte – ich wollte erst einmal abwarten, ob ich überhaupt den Auftrag bekommen würde). Zusätzlich habe ich die vier Hauptpersonen in der Ich-Form erzählen lassen, wer sie sind und was sie bewegt. Das hat mir selbst geholfen, mich mit ihnen „bekannt zu machen“ – und es war auch gut für meine Auftraggeber, um einen Eindruck von den Charakteren und meinem Stil zu bekommen. 

Was machst du gegen Schreibblockaden?
Wenn ich dagegen ein Patentrezept hätte, wäre ich froh. Ich hatte zum Glück noch nie eine Blockade, bei der ich mitten in einem Manuskript total stecken geblieben bin. Es gab aber durchaus Phasen, in denen ich mit dem bisher Geschriebenen unzufrieden war. Da hat es mir oft geholfen, die Geschichte jemand anders zu erzählen. Im Gespräch haben sich mir dann neue Wege aufgetan, manchmal sehr schnell, manchmal erst nach etlichen Gesprächen und langem Nachdenken.

Am schlimmsten finde ich Phasen, in denen mir Ideen für neue Projekte fehlen. Gegen diese quälende Ideenlosigkeit hätte ich wirklich gern ein Patentrezept!

Was liest du gerne?
Ich kann viel einfacher sagen, was ich NICHT gern lese: (Psycho-)Thriller, Krimis und seichte „Frauenliteratur“. Ich lese gern: Abenteuergeschichten, Geschichten über Beziehungen und persönliche Veränderung, gut recherchierte, spannende Geschichten vor historischem Hintergrund.

Was denkst du über eBooks?
Super, dass es sie gibt! Ich glaube nicht, dass sie „richtige“ Bücher ersetzen werden, aber sie sind ein gutes Zusatzangebot und sehr praktisch.


Ursula Wolter: „Der Lauf seines Lebens“ (eBook)

Ursula Wolter: Der Lauf seines Lebens (eBooks)
Gerrit läuft zum ersten Mal in seinem Leben Marathon.

Der Lauf in Hannover ist für ihn nicht nur eine neue Herausforderung, sondern weit mehr: ein Symbol für den Aufbruch in ein neues Leben.

Doch kaum ist er unterwegs, wird er von seiner Vergangenheit eingeholt. Er entdeckt in der Menge einen anderen Läufer, der ihm bekannt vorkommt. Wer ist dieser Mann?

Sein Auftauchen löst bei Gerrit eine Flut von Gedanken und Erinnerungen aus – und unversehens wird aus dem Lauf in eine bessere Zukunft eine Auseinandersetzung mit seiner Vergangenheit; eine Konfrontation mit Scheitern, Versagen und Schuld.


Weitere Infos zur Autorin findet ihr auf: www.ursulawolter.de


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Interview-Reihe: 5 Fragen an Hardy Crueger

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Autor Hardy CruegerDer Braunschweiger ist nicht nur Autor von Krimis, Kurzgeschichten und Hörspielen – als Dozent für Kreatives Schreiben vermittelt Hardy Crueger auch anderen Schreibbegeisterten, wie das Gestalten einer spannenden Geschichte funktioniert.

Zu begutachten sind die Krimiwerkstatt-Ergebnisse hinterher als Leseheft. Eines davon hat ebokks kürzlich in ein (kostenlos downloadbares) eBook verwandelt: „Zart – Bitter – Mord“.


Kurz und knapp, Hardy Cruegers Antworten:



Wo schreibst du am liebsten?
In absoluter Ruhe und ungestört.

Wie fängst du eine Geschichte an?
Da wo es der Stil, die Dramaturgie und der Stoff erfordern.

Was machst du gegen Schreibblockaden?
Was ist das?

Was liest du gerne?
Spannende, plausible Geschichten mit lebendigen Charakteren, einer ausgefeilten Sprache und überraschenden Wendungen.

Was denkst du über eBooks?
Gut für die Umwelt (Holz, Benzin, Wasser) und die Schriftsteller, wenn der Preis stimmt!


Hardy Crueger: „Okergeschichten – Verbrechen, Wahnsinn, Leidenschaft“ (broschiert)



Hardy Crueger: OkergeschichtenIst das mysteriöse Mädchen am Ufer wirklich nur ein Geist? Auf was warten die beiden Männer, der eine mit der Panzerfaust, der andere mit dem automatischen Gewehr? Und wer ist die junge Frau, die von einem Auto erfasst und in das steinige Bett der Oker bei Altenau geschleudert wurde? Diesen Fall übernimmt Kommissar Carsten Sanders. Aber in was für eine üble Sache er da gerät, das hätte er sich nicht träumen lassen.

Die OKERGESCHICHTEN sind zwölf atemberaubende und bewegende Crime Stories und Psychothriller, die den Leser in ihren Bann ziehen. Egal, ob es sich um authentische Mordfälle, fiktive Verbrechen oder magische Momente handelt, Hardy Crueger zeigt sich mit Spannung und Witz als virtuoser Schreiber in der Königsklasse der Belletristik – der Kurzgeschichte.


Weitere Infos zum Autor findet ihr auf: www.hardycrueger.de


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Interview-Reihe: 5 Fragen an Markus Rehm

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Autor Markus RehmKaum hatte er als Kind die ersten Fantasy-Romane gelesen, schon verspürte Markus Rehm selbst den Drang zu schreiben. Zunächst nur Fortsetzungen des Gelesenen, mit 14 Jahren vollendete er dann bereits seine ersten eigenen Geschichten. Mittlerweile hat der Schriftsteller einen Fantasy-Zyklus erschaffen, der acht Bücher enthält: „Norkia“.


Markus Rehm hat fünf Antworten für uns:



Wo schreibst du am liebsten?
Früher war ich viel mit der Bahn unterwegs, da habe ich auf alles auf einem kleinen PDA eingetippt. Inzwischen sitze ich aber einfach bei mir zu Hause am Schreibtisch. Allerdings hilft da bei Schreiben entsprechende Musik, die ich mit bestimmten Emotionen verbinde.

Wie fängst du eine Geschichte an?
Das ist sehr unterschiedlich, manchmal habe ich schon den kompletten Handlungsstrang im Kopf, es gab aber auch Situationen, bei denen ich nur wusste, wie die Schlüsselszene sein sollte und ich dann die ganze Geschichte dahin entwickelte.

Aber grundsätzlich setze ich mich nie vor ein weißes Blatt (leeres Word-Dokument), sondern „schreibe“ viel im Kopf, sammle Ideen für die Geschichten, verbinde Szenen und oft fällt dann alles zusammen, dass es passt.

Was machst du gegen Schreibblockaden?
Da hilft nur: Abstand gewinnen, was anderes tun. Ich habe bei mir festgestellt, dass ich, wenn ich an solch einem Punkt angelangt bin, über kurz oder lang zu einer Lösung komme, ohne angestrengt darüber nachzudenken, sondern meist, wenn ich etwas völlig anderes mache.

Was liest du gerne?
Meist Fantasy auf klassische Art, also als Buch. Ich bin bei den Neuerscheinungen nicht mehr so ganz auf der Höhe, insofern hänge ich eher an älteren Werken, hier mal nur die Autoren: Michael Moorcock, Anne McCaffrey, Katherine Kurtz oder Terry Goodkind.

Was denkst du über eBooks?
Ich weiß nicht, ob eBooks jemals völlig herkömmliche Bücher verdrängen werden, doch sie werden sich verbreiten, besonders dann, wenn der Preisunterschied zwischen eBook und konventionellem Buch signifikant ist (oft werden die Preise von eBooks zur Zeit noch künstlich hochgehalten). Insofern sehe ich für eBooks eine rosige Zukunft.


Markus Rehm: „Norkia – Buch 1: Ein neuer König“ (broschiert)



Norkia - Buch 1: Ein neuer KönigMartus hat gerade seine Ausbildung zum Wissenden in Scholar abgeschlossen, da bekommt er einen Auftrag von größter Bedeutung. Er soll in den Geheimen Archiven von Scholar Nachforschungen über Nazkor dem Verräter und Königsdieb anstellen. Doch die Briefe und Dokumente widersprechen ganz dem, was im Allgemeinen gelehrt wird. Martus dringt immer tiefer in die vergangenen Ereignisse Norkias ein, doch die Zeit drängt. Denn nicht umsonst wurde gerade er auserwählt, die wahre Geschichte von Nazkor Branarh und der Krönung des neuen Königs zu erfahren.

Mit dem ersten Buch der Norkia-Serie gelingt dem Autoren Markus Rehm-Hunke ein fantastischer Einstieg in eine Welt, deren Geschichte immer wieder die Angehörigen der Familie Branarh vor gefährliche Aufgaben stellt.


Weitere Infos zum Autor findet ihr auf: www.norkia.de


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Interview-Reihe: 5 Fragen an Petra Schier

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Autorin Petra SchierMit Mann und Schäferhund lebt Petra Schier in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Dort arbeitet sie nach dem Fernstudium der Geschichte und Literatur als freie Lektorin und Autorin. Sie veröffentlichte bereits sehr erfolgreich ihre historischen Romane bei Rowohlt (z. B. „Die Gewürzhändlerin“), so wie einige Weihnachtsromane bei Rütten & Loening (z. B. „Ein Weihnachtshund für alle Fälle“).

Doch auch verlagsunabhängig ist Petra Schier unterwegs: Unter dem Pseudonym Mila Roth veröffentlicht die Autorin eine spannende Action-Romance-eBook-Serie um den Geheimagenten Markus Neumann und die Zivilistin Janna Berg.



Petra Schier antwortet auf unsere fünf Fragen:


Wo schreibst du am liebsten?
In meinem Arbeitszimmer. Dort habe ich meinen PC mit allen nötigen Informationen und Daten und außerdem noch eine umfangreiche Handbibliothek. Allerdings weiche ich hin und wieder auch mit meinem Laptop in ein anderes Zimmer aus oder im Sommer nach draußen auf die Terrasse.

Wie fängst du eine Geschichte an?
Am Anfang steht natürlich die Idee, die ich auf einem Blatt Papier (oder im Kopf) skizziere. Wenn ich ungefähr weiß, was die Geschichte alles enthalten soll und wer meine Figuren sind, erarbeite ich ein Exposé für den Verlag und/oder ein Arbeitsexposé für mich. Selbst. Dieses enthält bereits die wichtigsten Handlungsstränge und Wendungen des Plots sowie das Ende.
An diesem Gerüst arbeite ich mich dann beim Schreiben entlang.

Außerdem entwerfe ich für alle Haupt- und wichtigen Nebenfiguren Biografien, Steckbriefe und Charakterbilder. Für alle Figuren der Geschichte habe ich zudem eine Personenliste mit den wichtigsten äußerlichen und charakterlichen Attributen. Das hilft mir, nicht den Überblick zu verlieren, und bewahrt mich davor, dass eine Figur am Anfang blaue und am Ende braune Augen hat. :)

Der eigentliche Anfang einer Geschichte ist für mich meist nicht schwierig. Sobald ich spüre, dass ich alle Daten, die ich benötige, beisammen habe, setze ich mich hin und schreibe. Der erste Satz ist wichtig, aber ich plane ihn nicht. Wenn ich am PC sitze, starre ich ein Weilchen in die Luft, bis der Satz zu mir kommt. Das hat bisher immer funktioniert. Und ich glaube, ich habe noch niemals einen ersten Satz wieder vollständig gestrichen. Höchstens Feinschliff hat er hin und wieder bekommen.

Während des Schreibens mache ich mir immer wieder Stichworte für die kommenden 50 Seiten, notiere mir, welche Ereignisse in diesem Abschnitt enthalten sein sollen. Nicht zwangsläufig chronologisch und einfach nur, um nichts zu vergessen.

Das klingt sehr planvoll, ist es auch. Aber inzwischen habe ich gemerkt, dass dies doch nur 50 Prozent des kreativen Prozesses sind. Ich bin zur anderen Hälfte durchaus Bauchschreiberin, was bedeutet, dass ich der Geschichte und den Figuren viel Freiraum lasse, sich zu entwickeln. Manchmal auch in Richtungen, die vorher nicht absehbar waren. Auch kommen unverhofft Figuren dazu oder verabschieden sich vorzeitig. Wenn ich mich morgens an den PC setze, weiß ich zwar, worüber sich schreiben werde, aber was genau alles passieren wird, kann ich dann noch nicht sagen. Es überrascht mich immer wieder selbst am ende eines Schreibtages, was sich in meinen Geschichten alles ereignet. Interessanterweise ist es aber immer so, dass sich diese Entwicklungen innerhalb meines Gerüsts abspielen. Der rote Faden geht dabei nicht verloren.

Was machst du gegen Schreibblockaden?
Ich sitze sie aus. Sich dagegen zu wehren, so meine Erfahrung, macht Schreibblockaden nur noch schlimmer. So schwer es auch sein mag, vor allem, wenn ein Abgabetermin drückt: Ich höre auf, beschäftige mich mit etwas anderem. Entweder mit Werbung für meine Bücher, mit der Erstellung eines Trailers oder dem Aufpolieren und Ergänzen meiner Internetseiten. Oder ich schalte den Computer ganz aus und gehe mit dem Hund raus, lese ein Buch, schaue mir ein paar Folgen meiner Lieblingsserie auf DVD an.

Schreibblockaden dauern bei mir selten lange. Einen oder zwei Tage, manchmal eine Woche. Die längste hatte ich 2010 – sie dauerte fast einen Monat. Das war hart, aber auch sie habe ich überstanden. Und danach ging das Schreiben umso besser. Blockade wollen einem Autor immer etwas sagen. Entweder, dass er zu viel gearbeitet hat oder dass etwas mit dem Plot oder den Figuren (noch) nicht stimmt. Oder dass er eine Geschichte schreibt, die er eigentlich nicht schreiben will. Man muss in sich hineinhorchen, dann findet man den Grund meistens heraus. Und in diesem Sinne kann man eine Schreibblockade durchaus als etwas Positives ansehen: Wenn man weiß, dass etwas nicht stimmt, kann man sich überlegen, wie man es ändern könnte. Aber man darf sich nicht unter Druck setzen. Das mag das Unterbewusstsein überhaupt nicht. Wenn man lernt, loszulassen und akzeptiert, dass man gerade eine Blockade hat, vergeht sie nach meiner Erfahrung viel schneller, als wenn man dumpf darüber brütet und sich womöglich selbst in Panik versetzt.

Was liest du gerne?
Wenn ich überhaupt Zeit habe, privat zu lesen, dann mag ich immer wieder gerne Jane Austen, aber auch Nora Roberts, gerne auch im englischen Original auf dem Kindle. Hin und wieder darf es auch ein historischer Roman sein, z. B. von Andrea Schacht.

Da ich nun schon drei Jahre hintereinander in der Jury zum DeLiA-Literaturpreis gesessen habe, durfte ich überdies mehrere Hundert Liebesromane von deutschen AutorInnen lesen, was sehr interessant und auch lehrreich gewesen ist.

Was denkst du über eBooks?
eBooks sind die Zukunft der Literatur. Sie werden das gedruckte Buch nicht verdrängen, aber ihm eines Tages ebenbürtig werden. Ebenso wie früher einmal das Taschenbuch dem Hardcover und dann das Hörbuch.

In Deutschland gibt es immer noch eine große Fraktion, die sich mit Händen und Füßen gegen das eBook wehrt, aber die Tendenzen in anderen Ländern, allen voran den USA zeigen schon, wohin die Reise gehen wird.

Allerdings müssen die Verlage noch lernen, dass man ein eBook nicht für den gleichen Preis wie das entsprechende Printbuch auf den Markt werfen sollte. Die Leser zögern selbstverständlich, für eine elektronische Datei ohne Mehrwert genauso viel Geld auszugeben wie für ein gedrucktes Buch, dass sie ins Regal stellen oder auch vom Autor signieren lassen können.

Für Autoren kann das eBook eine große Chance sein, ob sie nun bereits bekannt sind und für Verlage schreiben oder nicht. Es war noch niemals so einfach, den Markt für Texte zu testen, die die Publikumsverlage aus verschiedensten Gründen ablehnen.

Allerdings muss sich – wie überall sonst auch – erst die Spreu vom Weizen trennen. Momentan wird sehr viel – Pardon – Müll auf den eBook-Markt geworfen. Schlecht oder gar nicht lektorierte Manuskripte, Bücher zu Themen, die entweder niemanden interessieren oder die einfach nicht gut umgesetzt wurden, weil den Autoren die Erfahrung und der kritische Blick auf sich selbst und die eigene Schreibe fehlen. Da sind ganz eindeutig die Leser gefragt. Sie entscheiden gerade im Bereich Self-Publishing, wer hop ist oder top.

Jemand, der selbst ein eBook veröffentlichen will, sollte sich ernsthaft die Frage stellen, ob es auch gut genug ist und wer die Zielgruppe sein soll. Das Schreiben ist ein Handwerk, das gelernt werden muss wie jedes andere auch. Leider verstehen das viele Menschen nicht. Auch nicht, dass ein Buch professionell lektoriert gehört und auch für Grafik (Cover) und Layout jemand gesucht werden sollte, der sich damit auskennt. Das kostet Geld. Aber wenn man das nicht bereit ist zu investieren, kommen am Ende eBooks dabei heraus, die den Lesern den Spaß an diesem neuen Medium vergällen.



Petra Schier: „Die Gewürzhändlerin“ (Kindle-eBook)


Petra Schier: Die GewürzhändlerinVon der Eifel an den Rhein: ein Frauenschicksal im Mittelalter Luzia verbringt mit ihrer Herrschaft die Wintermonate in Koblenz. Die Bauerntochter ist überwältigt: Das Leben in der Stadt ist so aufregend! Ihr Glück scheint vollkommen, als der Gewürzhändler Martin Wied sie um ihre Mitarbeit bittet: Ingwerwurzeln, Safranfäden, Paradieskörner, Zitronenöl, Muskatnuss – Luzia entdeckt ihre Passion. Ihr Verkaufstalent, ebenso wie ihr hübsches Äußeres, bleibt auch anderen nicht verborgen. Ausgerechnet Siegfried Thal, der Sohn von Martins größtem Konkurrenten, will Luzia zur Frau. Noch bevor Martin ihr seine eigenen Gefühle offenbaren kann, wird er des Mordes angeklagt. Überzeugt von seiner Unschuld, beginnt Luzia nach dem wahren Täter zu suchen …

Weitere Infos zur Autorin findet ihr auf: www.petra-schier.de



Die Interview-Reihe „5 Fragen an …“ erscheint wöchentlich!

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Interview-Reihe: 5 Fragen an Marlies Lüer

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Autorin Marlies LüerHandverzierte Kerzen, so lebt Marlies Lüer ihre Kreativität aus, wenn sie sich nicht dem Schreiben oder Fotografieren widmet. Zu bestaunen gibt es ihre kleinen Kunstwerke in der Kerzenschatztruhe, zusammen mit den schönsten Fotomotiven und ihren bereits erschienenen eBooks.

Marlies Lüer stellt sich unseren Fragen:


Wo schreibst du am liebsten?
In meinem Wohnzimmer. Dann, wenn es ganz leise ist.

Wie fängst du eine Geschichte an?
Sie beginnt mit einem Gedankenfunken, einem Thema oder einer kleinen Imagination. Ein Beispiel: Ich bekam zu Weihnachten ein Buch geschenkt, darin fand ich den Ausdruck „Lavendelpferde“. Obgleich dort das Wort eine traurige Komponente hatte (nämlich die Unfähigkeit eines gengeschädigten Fohlens zu überleben), hat dieses „Wortbild“ bei mir schöne Gedanken erzeugt. Man stelle sich vor! Nach Lavendel duftende Pferde, weißes Fell, lila Mähne … Ein Traum für kleine Mädchen, die Pferde lieben. Dazu gesellte sich alsbald das „Rosen-Einhorn“ – und schon war der Grundstein für ein Märchen gelegt.

Was machst du gegen Schreibblockaden?
Ich hatte nie eine. Kann also nicht sagen, was hilfreich wäre. Aber ich fühle immer deutlich, wann es an der Zeit ist zu schreiben, und wann nicht. Manchmal kann die Kreativität „fließen“ und manchmal eben nicht, so wie Ebbe und Flut, aber nicht so exakt rhythmisch.

Was liest du gerne?
Wie viel Speicherplatz hat Ihr Blog? Die Liste ist lang. Alles, was meine Fantasie anregt oder mich ein anderes Leben mitleben lässt. Historische Romane wie „Die Siebte Seherin“ oder „Die Goldmacherin“ von Sybille Conrad finden mein Gefallen. Auch die „Raben“-Bücher von Regine Leisner. Aktuell sind meine Lieblingsschriftstellerinnen Juliet Marillier und Kristen Britain. In jüngeren Jahren hatte ich eine herrliche „Amy Tan-Phase“. Die „Nebel von Avalon“ dürfen nicht unerwähnt bleiben, auch nicht die Bücher von Pearl S. Buck. Zurzeit liegt auf meinem Leseplatz „Der unsichtbare Regenbogen und die unhörbare Musik“, ein Buch über elektromagnetische Felder und ihre Auswirkung auf den menschlichen Organismus. Auch diese Art Bücher gehört zu meinen festen Lesegewohnheiten.

Was denkst du über eBooks?
E-Books halte ich für eine Ergänzung, eine Bereicherung der Lesewelt. Aber was wäre ein Bücherregal ohne „echte“ Bücher? Ich mag schöne Cover und das Gefühl von Papier unter den Fingerspitzen, liebe den Duft eines ganz neuen Buches.

Aber eBooks bringen mehr Freiheit und Möglichkeiten für Leser und Autoren, insbesondere die Indie-Autoren. Endlich hat man Zugang zum Leser! Endlich kommen die Romane, Kurzgeschichten und Gedichte an ihre Adressaten. Die Unabhängigkeit von trägen Verlagen, die mehr auf die Rentabilität achten müssen, als auf die Schönheit einer Geschichte, bringt eine große Vielfalt hervor. Weg vom Diktat des Mainstreams!

Aber wie alles, haben auch die eBooks eine Schattenseite. Mal ehrlich: da kommt auch sehr unprofessionelles auf den Markt. Nicht jeder, der schreibt, „kann“ auch schreiben. Dennoch glaube ich, dass sich Qualität letztlich hier durchsetzt. Was mir an eBooks weniger gefällt, ist die Tatsache, dass man seine Werke unter Wert anbieten muss. Die Preise sind doch sehr gering gehalten. In meinen Romanen steckt viel Arbeit, sehr viel Zeit. Mindestens 1 Jahr. Und dann gibt es netto vielleicht 1-2 € dafür. Ein schlechter Stundenlohn! (-kleiner Scherz-) Es ist eben wichtig, dass ein Indie-Autor sich „zeigt“, bekannter wird, dann steigt auch die Stückzahl der verkauften Bücher. (An dieser Stelle meinen Dank für die Einladung zu diesem Autoreninterview!)

Aber wollte ich in erster Linie „Geld machen“, dann wäre ich nicht ich selbst. In erster Linie muss die Freude am Schreiben stehen, die Liebe zu guten Geschichten, die dem Leser wunderbare Lesestunden schenken. Unter diesem Gesichtspunkt ist es dann immer ein ausgewogenes Geben und Nehmen.



Marlies Lüer: „Miras Welt“ (eBook)


Marlies Lüer: Miras Welt (Kindle-eBook)Wie überlebt man den Tod des eigenen Kindes und findet zu neuer Lebensfreude zurück?

Mira Mertens, eine alte Dame, die mit ihrem Engel und einem Gartendrachen namens Thaddäus spricht und umgeben von ihrer Amethystsammlung in einem alten Haus mit verwunschenem Garten lebt, hat darauf ihre ganz eigene Antwort gefunden.

Im Rahmen ihrer Arbeit als Journalistin für ein modernes Frauenmagazin lernt Melissa diese außergewöhnliche Dame kennen. Melissa erleidet dort während eines Interviews einen kleinen Unfall und muss über Nacht das Bett hüten. Dabei fällt ihr das umfangreiche und poetische Buch „Lebenslicht“ zu, das sie mit wachsender Faszination liest. Im Laufe der Zeit zieht es sie immer wieder zu Mira Mertens hin, sie fühlt sich der alten Dame sehr verbunden und vertraut ihr zunehmend. Langsam wächst sie in Miras Welt hinein, sucht bei ihr Schutz und Hilfe, als sie obdachlos und arbeitslos wird. Auch bringt sie ihre eigene Mutter zu Mira, als diese in eine schwere Krise gerät. Mithilfe von Miras Medialität kann ihr genügend Kraft vermittelt werden, sich ihrer dramatischen Vergangenheit zu stellen.

Weitere Infos zur Autorin findet ihr auf: www.kerzenschatztruhe.de.



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Interview-Reihe: 5 Fragen an Dane Rahlmeyer

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5 Fragen an Dane RahlmeyerSchriftsteller, Hörspiel-Produzent, Drehbuch-Autor und seit Neuestem auch noch Regisseur: Nachdem er im Jahr 2001 das Stipendium für junge Künstler der Stadt Salzgitter erhielt, macht Dane Rahlmeyer seine Träume wahr. Zu seinen größten Erfolgen gehören bisher das Hörspiel „Grüße aus Gehenna“ (Pandoras Play) und die Fantasy-Trilogie „Kenlyn“ (Hexentor).

Dieses Jahr freut er sich auf die Veröffentlichung seines ersten Kurzfilms „Mimikry“ (Joda Film).

Dane Rahlmeyer stellt sich unseren fünf Fragen:


Wo schreibst du am liebsten?
In meinem kleinen, lauschigen Arbeitszimmer: Im Rücken habe ich ein vollgestopftes Bücherregal, vor mir steht der große Schreibtisch mit dem Rechner darauf. Unter dem Tisch liegen Decken für unsere beiden Hunde, die mir manchmal bei der Arbeit Gesellschaft leisten.

Wie fängst du eine Geschichte an?
Erst mal mache ich mir eine Menge Gedanken zur Story an sich und ganz besonders den Charakteren. Irgendwann erreicht das Ganze dann eine kritische Masse: Die Figuren sind plötzlich lebendig und schreien danach, dass ihre Abenteuer aufgeschrieben werden. Jetzt ist das Eisen heiß und muss geschmiedet werden: Ich beginne mit Kapitel eins und arbeite mich bis zum Schluss vor, möglichst in einem Rutsch. Im Idealfall bin ich selbst von der Geschichte so gefesselt, dass ich es gar nicht abwarten kann, das nächste Kapitel zu schreiben – auch wenn ich streng genommen genau weiß, was passieren wird.

Was machst du gegen Schreibblockaden?
Früher ließ ich mich von Schreibblockaden oft monatelang lähmen, was natürlich nicht sehr produktiv war. Wenn ich heute aus verschiedenen Gründen mit einer Geschichte nicht weiterkomme – weil ich sie nicht mehr klar vor Augen habe, der ursprüngliche kreative Funke verloren gegangen ist, oder sonst was – dann lasse ich sie ruhen und entwickele andere Stories weiter. (Ideen sind zum Glück genug da.) Meist wird dabei das kreative Feuer schnell wieder angefacht und ich kann die Geschichte zu Ende bringen.

Auf jeden Fall ist es hilfreich, ein geregeltes Schreibpensum zu haben. So versuche ich, jeden Wochentag zehn Seiten zu schaffen. Sind es mehr, brauche ich am nächsten Tag nicht ganz soviel schaffen und belohne mich mit mehr Freizeit. Bis jetzt funktioniert diese Methode ziemlich gut.

Was liest du gerne?
Quer durch die Bank hinweg (fast) alles, was mir vor die Nase kommt: Fantasy, Science Fiction, Horror, Historische Romane, Sachbücher, Krimis, Comics … Dementsprechend steht in meinem Bücherregal ein Sammelband der Viriconium-Romane von M. John Harrison zwischen einer Biographie von Amelia Earhart und einem Buch über das viktorianische London, ganz in der Nähe von dem Comic Blankets von Craig Thompson und einem zerlesenen Band über das Leben des Kalifen Harun al-Raschid. Meine Lieblingsbücher alle aufzuzählen, würde mehrere Seiten füllen.
Ich wünschte nur, das Schreiben ließe mir mehr Zeit zum Lesen!

Was denkst du über eBooks?
Für jemanden wie mich, der unterwegs gern dicke Paperbacks mit sich rumschleppt, sind eBooks ideal: Eine halbe Bibliothek bequem in der Jackentasche!

Wie viele andere hatte ich auch erst befürchtet, das Gefühl von Papier unter meinen Fingern würde mir beim Lesen fehlen. Doch das hat sich schnell gelegt. Denn egal ob in gedruckt, digital oder mündlich dargebracht: Die Magie einer guten Geschichte entfaltet sich ungeachtet des Mediums.


Dane Rahlmeyer: „Der Schatz der gläsernen Wächter“ (Kindle-Ausgabe)


Dane Rahlmeyer: Der Schatz der gläsernen Wächter (eBook)

Im Königreich Miloria lebt Kriss, die Tochter der berühmten Archäologin Brialla Odwin und mit sechzehn Jahren selbst eine geachtete Archäologin. Für viele gilt sie als Wunderkind, aber Kriss sagt, sie hat einfach nur ein gutes Gedächtnis – und eine noch bessere Lehrerin.

Von einer Ausgrabung in einem alten Wüstentempel zurückgekehrt, erhält Kriss von der wohlhabenden Baronin Nejana Gellos den Auftrag, die sagenumwobene Insel Dalahan zu finden. Viele sind auf der Suche nach der Insel verschollen – so auch Kriss’ Mutter, ebenfalls Archäologin. Begleitet von dem ehemaligen Straßenjungen Lian macht sich Kriss auf die gefahrvolle Suche. Dabei ist ihr der abtrünnige General Ruhndor dicht auf den Fersen – und er wird vor nichts Halt machen, um die Insel zu finden.

Weitere Infos über den Autor findet ihr auf: www.dane-rahlmeyer.de.


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Interview-Reihe: 5 Fragen an Martina Jenner

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5 Fragen an Martina JennerNicht nur Fotografie und Digitale Kunst sondern auch das Schreiben beschäftigt Martina Jenner. Die Katzenbesitzerin lässt sich zumindest für Letzteres von ihren tierischen Gefährten inspirieren. So sind bereits einige Katzensachbücher erschienen, die mit witzigen Kurzgeschichten aufgelockert sind.

Kurz und knapp beantwortet Martina Jenner unsere Fragen:


Wo schreibst du am liebsten?
Am liebsten schreibe ich in meinem Arbeitszimmer, wobei mir die Ideen aber meistens während dem Autofahren einfallen.

Wie fängst du eine Geschichte an?
Eine Geschichte fange ich immer mit Brainstorming an.

Was machst du gegen Schreibblockaden?
Bei Schreibblockaden an einem Buchprojekt mache ich an einem anderen Projekt weiter.

Was liest du gerne?
Klar, lese ich gerne Bücher über Katzen, aber auch Biographien, Bildbände, Comics.

Was denkst du über eBooks?
Für mich sind eBooks noch ein kleines Neuland. Die Vorteile davon sind die Schonung der Naturressourcen, Platzgewinnung im Buchregal, Preisbildung. Man kann die Reader einfach (Urlaub, Reisen, Lesungen) mitnehmen, da sie sehr leicht sind.

Martina Jenner: „Vermisst! Wie Sie Ihre verschwundene Katze wiederfinden können“ (broschiert)


Martina Jenner: Vermisst! Wie Sie Ihre verschwundene Katze wiederfinden können

Sie wollen Ihre vermisste Katze wiederfinden?

In diesem Buch erfahren Sie jede Menge Tipps und Informationen, die Ihre Suche nach Ihrer verschwundenen Fellnase zum Erfolg führen können. Gleichfalls erfahren Sie, wie Sie vorbeugend gegen das Verschwinden der Samtpfote wirken können. Ergänzt mit Mustersuchanzeigen und Adressen.

Abgerundet wird der Ratgeber durch spannende Kurzgeschichten und Bildern.

Weitere Infos zur Autorin findet ihr auf: www.die-rote-feder.de.


Die Interview-Reihe „5 Fragen an …“ erscheint wöchentlich!

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Interview-Reihe: 5 Fragen an Uwe Post

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5 Fragen an Uwe PostSoftware-Entwickler und Schriftsteller – damit erfüllt Uwe Post die beste Voraussetzung, um gute Science-Fiction zu schreiben! So sehen es auch andere: Für den Roman „Walpar Tonnraffir und der Zeigefinger Gottes“ erhielt er 2011 sowohl den Kurd Laßwitz Preis als auch den Deutschen Science Fiction Preis. Auch sein eBook „Fantasy. Aber ohne doofe Elfen“ tummelt sich konstant bei Amazon in den oberen Rängen der Kindle Download-Charts.

Wir haben Uwe Post unsere fünf Fragen gestellt:


Wo schreibst du am liebsten?
Mein Lieblings-Schreibplatz ist der Balkon. Allerdings sind weder mein Netbook noch ich wetterfest, daher muss ich mich meist mit dem Sofa begnügen. Oft schreibe ich aber auch ganz profan am Schreibtisch-PC. Entscheidend ist, dass man sich nicht ablenken lässt. Im Grunde könnte ich überall schreiben (und habe es schon getan): Im Zug, im Park, am Strand.

Wie fängst du eine Geschichte an?
Am Anfang steht immer die Idee. Nicht nur für Romane, sondern auch für eine Kurzgeschichte generiere ich fast immer ein knappes Exposé, das die Handlung skizziert. Auf diese Weise erkenne ich sofort logische Fehler, verstehe, ob der Spannungsbogen funktioniert, welche Aspekte von Figuren wichtig sind und welche weniger. Ferner hilft ein Exposé ungemein bei der eigentlichen Schreibarbeit, weil ich mich auf Sprachwitz und Stil konzentrieren kann – die Handlung ist ja schon fertig.

Was machst du gegen Schreibblockaden?
Schreibblockaden existieren genausowenig wie homöopathische Mittel wirken. Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen: Nicht schreiben zu können, ist ein Zeichen unprofessioneller Einstellung. Schreiben ist Handwerk. Niemand würde behaupten, dass es Häkelblockaden oder Uhrmacherblockaden gibt. Aber es gibt Internet-Foren, in denen seitenlange Threads mit Geweine über Schreibblockaden gefüllt werden. Wer keine Motivation zu schreiben hat, soll es halt bleiben lassen.

Was liest du gerne?
Ich habe wenig Zeit zum Lesen, daher schaffe ich nicht viele Romane pro Jahr. Ich versuche zwar immer, zumindest die wichtigsten Neuerscheinungen deutscher SF-Autoren zu konsumieren, aber manchmal reicht die Zeit nicht einmal dafür. Selbstverständlich gehören Magazine auf Papier und im Internet zu meinem Lesepensum, außerdem naturgemäß Manuskripte, die für das von mir herausgegebene Magazin GOLEM eingesendet werden, und Storys in der von mir betreuten SF-Rubrik auf kurzgeschichten.de (eine Schreibwerkstatt, die ich übrigens allen, die noch was lernen wollen, ans Herz legen kann). All das lese ich gerne, sonst würde ich es bleiben lassen.

Was denkst du über eBooks?
Meine Meinungsbildung zu diesem Thema ist nicht abgeschlossen, denn die Entwicklung ist derzeit sehr dynamisch. Einerseits kann jetzt jedermann leicht eBooks für den Kindle bei Amazon erstellen und verkaufen. Andererseits bedeutet der Verzicht auf einen Verlag auch das Fehlen einer objektiven Qualitätskontrolle sowie Werbung.

Erfolg hat nur, wer sich um diese Dinge selbst kümmert. Dabei wird vor allem die Qualität gerne vernachlässigt: Manche Menschen glauben, dass sie nur eine Textverarbeitung benötigen, um ein eBook zu produzieren. Das ist falsch. Genausowenig genügt Garn zum Häkeln. Man muss das Handwerk beherrschen. Es ist schier unglaublich, wie manche Selbstveröffentlichungen vor Rechtschreibfehlern, unbeholfenem Stil und hanebüchenen Plots nur so strotzen.

Es genügt eben nicht, wenn der beste Freund sagt „boah, hast du toll gemacht, ich könnte das nicht“. Leider ist Kritikfähigkeit für viele Autoren selbstgemachter eBooks ein Fremdwort. Man kann den Schrott freilich über Werbung in den Markt zwingen, was manchmal sogar funktioniert – bis die negativen Rezensionen bei Amazon überhand nehmen, denn Leser, denen man Wortmüll vorsetzt, sind gnadenlos.

Glücklicherweise gibt es solche indirekten Mechanismen der Qualitätssicherung. Im Fall von Kindle-eBooks existieren außerdem Leseproben, ferner kann man eBooks leicht per Knopfdruck zurückgeben. Schlechte eBooks – das fängt übrigens oft schon bei einem laienhaft gestalteten Cover an – haben somit langfristig keine Chance. Als professioneller Autor kann ich es mir leisten, den Umweg über den Verlag bei meinen preiswerten Erzählbänden wegzulassen, weil fast alle Geschichten darin durch die Kritiker-Hölle kurzgeschichten.de gegangen sind. Das Resultat ist ein Preis-Leistungsverhältnis, das von den Käufern offenbar als gut empfunden wird und mir erfreuliche Verkaufszahlen einbringt – jedenfalls in einem beliebten Genre wie Fantasy.

Mein nächster Roman wird allerdings wieder über einen klassischen Verlag erscheinen – auf Papier und digital. Denn natürlich bringen auch klassische Verlage elektronische Bücher heraus, aber erstens meist parallel zu gedruckten Werken, zweitens nicht für läppische 99 Cent. Und wenn man sich die Kindle-Bestsellerlisten ansieht, erkennt man sofort, dass der günstige Preis ein verdammt gutes Verkaufsargument ist. Für mein eigenes erfolgreichstes eBook („Fantasy – aber ohne doofe Elfen“) gilt außerdem, dass gekauft wird, was gekauft wird. Alles außerhalb der Bestsellerlisten ist deutlich weniger sichtbar. Aber das gilt für richtige Bücher gleichermaßen, wenn man sich die Auslagen der meisten Buchhandlungen ansieht.

Spätestens seit der Kindle in Deutschland für 99 Euro zu haben ist, ist das eBook in den Wohnzimmern angekommen. Immerhin handelt es sich um ein Gadget, mit dem auch weniger Computer-affine Menschen zurecht kommen. Die Vorteile – Gewicht, Volumen, Preis – sind unbestreitbar. Wie schon bei Radios, Fernsehern und DVDs ist auch der Siegeszug der eBook-Reader nicht mehr aufzuhalten. Manche mögen darüber lamentieren, ich nehme es lieber hin und stelle mich darauf ein.

Uwe Post: „Walpar Tonnraffir und der Zeigefinger Gottes“ (eBook)


Uwe Post: Walpar Tonnraffir und der Zeigefinger Gottes
Der Zeigefinger Gottes taucht im Erdorbit auf, und Weltraumdetektiv Walpar Tonnraffir übernimmt die Ermittlungen. Trash-Sänger, Anwaltsheere und obskure Sektenprediger kämpfen um Deutungs- und Besitzhoheit, während sich Walpar mit seinem DVD-abhängigen Neffen, seiner abenteuersüchtigen Ex-Schwiegermutter und einer alleinerziehenden Auftragskillerin herumschlagen muss.

Der bissige und temporeiche All-Ages-Roman verkuppelt Dirk Gently mit Jackie Chan und serviert Lucy Liu mit Elfenohren als Dessert. Schräg, schrill, kreativ – ein typischer Post-SF-Roman.

Weitere Infos zum Autor findet ihr auf: post-sf.de.



Die Interview-Reihe „5 Fragen an …“ erscheint wöchentlich!

Suchst du nach Inspiration von erfolgreichen Autoren? Schaue nächste Woche wieder vorbei.


Interview-Reihe: 5 Fragen an Holger Reichard

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5 Fragen an Holger ReichardDer Autor und Webgestalter Holger Reichard ist Mitglied der Braunschweiger Lesebühne „Bumsdorfer Auslese“. Zuletzt veröffentliche er „111 Gründe, sich selbst zu lieben“ im Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf sowie mehrere Beiträge in der Anthologie „Eintracht und Zwietracht. Braunschweiger Geschichten“ bei Reiffer.

Außerdem ist er in unserem kostenlosen eBook „Verweihnachtet“ vertreten.

Holger Reichard beantwortet unsere fünf Fragen:


Wo schreibst du am liebsten?
Am liebsten schreibe ich an meinem Arbeitsplatz, wo es auch prima funktioniert. Natürlich schreibe ich auch gern an einem Mittelmeerstrand in Spanien oder in einem netten Café in Berlin, ich sitze dort nur leider viel zu selten.

Wie fängst du eine Geschichte an?
Unterschiedlich. In der Regel mache ich mir vorher Gedanken und Notizen und strukturiere erst einmal die Geschichte, die ich schreiben will. Es kommt aber auch vor, dass ich auf Anhieb so viele Ideen zu einer Story im Kopf habe, dass ich einfach anfange zu schreiben.

Was machst du gegen Schreibblockaden?
Richtige Schreibblockaden kenne ich nicht, höchstens a.) Schwierigkeiten, den Anfang zu finden oder b.) die Konzentration hoch zu halten. Bei a.) hilft ein bisschen zusätzliches Recherchieren im Internet oder im Bücherregal, eine entspannte Atmosphäre mit Musik, die zu dem passt, was ich schreiben will, oder auch ein wahlloses Aufkritzeln von ersten Gedanken; bei b.) Pause machen! Oder erst einmal an etwas anderem arbeiten.

Was liest du gerne?
Als Betreiber von www.tcboyle.de lese ich alles von T.C. Boyle, aber natürlich auch andere Autoren. Viel Freude hatte ich zuletzt mit Büchern von Haruki Murakami, Hunter S. Thompson und Kurt Vonnegut. Gern greife ich auch zu Sachbüchern. Ganz frisch auf meinem Stapel ungelesener Bücher liegt die Biographie der britischen Radiolegende John Peel. Darauf freue ich mich schon.

Was denkst du über eBooks?
Damit konnte ich mich leider (noch) nicht anfreunden. Das hat zwei einfache Gründe. Zum einen liebe ich Bücher in ihrer klassischen Form. Zum anderen sitze ich den ganzen Tag lang vor einem Monitor, da bin ich froh, irgendwann auch mal etwas völlig Unelektronisches in der Hand zu halten, wie z. B. eine Zeitung oder eben ein Buch. Ich weiß, es gibt vieles, was für eBooks spricht, und ich bin sicher, den eBooks gehört die Zukunft. Daher verfolge ich die ganze Entwicklung aufmerksam, mehr aber noch nicht.

Holger Reichard: „111 Gründe sich selbst zu lieben“ (broschiert)



Holger Reichard: 111 Gründe sich selbst zu liebenEine kleine Verbeugung vor der eigenen Großartigkeit.

In welchen Bereichen spielt die Selbstliebe eine Rolle? In allen! Ob in Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft, in Philosophie, Kunst und Kultur, im Beruf und im zwischenmenschlichen Bereich – ohne Selbstliebe würde sich die Welt nicht mehr drehen.

In einem unterhaltsamen und kenntnisreichen Streifzug durch diese Bereiche beleuchtet der Autor Holger Reichard alle Facetten der Selbstliebe in 111 kleinen Geschichten. Er zeigt auf, warum man ruhig öfter mal in den Spiegel schauen und sich selbst toll finden sollte, und lädt ein zur lebenslangen Romanze mit sich selbst!

Weitere Infos zum Autor findet ihr auf: www.wortmax.com.

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